FAQ – deine Fragen rund ums Lektorat

Lektorin Caroline Baumer sitzt neben Bücherstapel, darüber schwebt ein Fragezeichen

Wie viel kostet ein Lektorat und wie lange dauert es? Schließt das Lektorat ein Korrektorat ein? Wie viele Durchgänge enthält es und kannst du sicher sein, dass es danach 100 % fehlerfrei ist?

Antworten auf die häufigsten Fragen zum Lektorat und meinen Dienstleistungen rund ums Buch.

  1. Rund ums Lektorat
  1. Abseits des Lektorats
Frau hält ein Buch vor ihren Kopf

Was ist der Unterschied zwischen Lektorat Light und Lektorat?

Bei einem Lektorat Light prüfe ich Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik in der Regel nach Dudenempfehlung. Auch offensichtliche Logikfehler, unverständliche Passagen oder eine fragliche Zitierweise korrigiere ich mit bzw. merke ich an. Stilistisch mache ich nur wenige Anmerkungen (z. B. bei auffälligen Wortwiederholungen, falschen Zeitformen oder längeren Strecken im Passiv). Das Lektorat Light enthält in der Regel nur einen Durchgang.

Welche Genres lektorierst du?

Als studierte Germanistin und Philosophin (M. A.) freue ich mich über jedes Manuskript, das zum (Nach-)Denken, (Mit-)Fühlen und (Hinter-)Fragen anregt. Dabei konzentriere ich mich auf Zukunftsthemen: Pädagogik & Kinderbuch, Philosophie & Glück, Finanzbildung & Persönlichkeitsentwicklung.

Wie kann ich ein kostenloses Probelektorat in Anspruch nehmen?

Wie viel kostet ein Lektorat?

Wie viel ein Lektorat kostet, kommt auf die gewünschte Bearbeitungstiefe und die Komplexität des Manuskripts an. Ein umfassendes Lektorat beginnt bei 8,– € zzgl. 19 % MwSt. pro Normseite (1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen). Dass ich keinen günstigeren Preis anbieten kann, hat einen einfachen Grund: Ich nehme mir Zeit für dich und dein Manuskript.

Besonders wichtig ist mir dabei eine transparente Kommunikation. Wenn du mir einen Auszug aus deinem Text und deine Adresse schickst, erstelle ich dir gern ein auf dich maßgeschneidertes Angebot.

Wie läuft ein Auftrag für ein Lektorat ab?

Soll ich dir mein Manuskript als PDF oder als Word-Datei senden?

Wenn dein Manuskript bereits gelayoutet und gesetzt ist, nehme ich ein Lektorat Light auf Wunsch auch im PDF vor. Ein klassisches Lektorat sollte immer in einer Textverarbeitungs-Software erfolgen (z. B. MS Word oder LibreOffice). Das spart nicht nur Zeit, sondern ist auch weniger fehleranfällig.

Besonders formatieren musst du das Manuskript nicht. Bitte sende mir jedoch möglichst keine einzelnen Kapitel zu, sondern eine einzige Word-Datei (Tabellen oder Grafiken kannst du extra schicken). Zusätzlich Arbeit abnehmen kannst du mir, wenn du für deine Überschriften Formatvorlagen nutzt und mit Seitenumbrüchen statt mit Leerzeilen arbeitest. Aber das kann ich auf Wunsch auch für dich übernehmen.

Muss ich meinen Text für das (Probe-)Lektorat besonders formatieren?

Nein, du kannst mir dein Manuskript einfach so schicken, wie du es geschrieben hast – am liebsten als Word-Datei. Um deinen Text lektorieren zu können, nehme ich selbst oft ein paar Anpassungen vor (z. B. breitere Ränder, Zeilenabstand, automatisches Inhaltsverzeichnis). Auf Wunsch mache ich das für dich aber gern wieder rückgängig.

Gern übernehme ich auch eine Grundformatierung für dich, die es dir erleichtert, das Manuskript anschließend für das Selfpublishing, ein Grafikbüro oder Verlage vorzubereiten. Sprich mich einfach darauf an.

Wie viele Durchgänge enthält dein Lektorat?

Übrigens: Auch wenn bei meinem Lektorat ein Korrekturgang inbegriffen ist, empfehle ich für jedes Manuskript, dass eine weitere Person die Schlusskorrektur übernimmt. Das entspricht dem professionellen Vier-Augen-Prinzip.

Wie lange dauert es, bis mein Manuskript lektoriert ist?

Was mache ich, wenn mir einzelne Überarbeitungen nicht gefallen?

Da ich mit dem Änderungen-nachverfolgen-Modus von Word arbeite, kannst du jeden Vorschlag einzeln ablehnen. Meine stilistischen oder strukturellen Überarbeitungen sind nur Vorschläge. Als Autor oder Autorin deines Buches entscheidest du allein über die finale Version. Du musst dich also für keine Änderung rechtfertigen.

Bist du bei einer Überarbeitung nicht sicher, ob du sie annehmen sollst? Dann frag mich einfach, warum ich sie dir vorgeschlagen habe. Bestimmt finden wir zusammen eine Lösung.

Kann ich mich darauf verlassen, dass mein Manuskript nach dem Lektorat 100 % fehlerfrei ist?

Nein. Obwohl ich bei jedem vollständigen Lektorat mindestens zwei Durchgänge mache und den Text sorgfältig auf Papier Korrektur lese, kann ich leider keine Garantie für eine hundertprozentige Fehlerfreiheit geben. Das hat zwei Gründe:

  1. Lektor:innen sind nur Menschen und übersehen Fehler.
  2. Wie bei Autor:innen besteht die Gefahr, betriebsblind zu werden, wenn man stilistisch oder strukturell erheblich in ein Manuskript eingreift.

Im Verlag lesen deshalb oft zwei Profis – zusätzlich zum Autor oder der Autorin – Korrektur. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, empfehle ich dir, nach einem Lektorat und dem Layout immer noch ein Schlusskorrektorat bei einer Kollegin oder einem Kollegen von mir zu buchen. So werden mit frischem Blick die letzten Fehler getilgt.

Wie hältst du es mit dem Gendern?

Weil die Frage immer wieder kommt, zuerst die Entwarnung: Als Dienstleisterin richte ich mich beim Gendern gern nach deiner Vorgabe.

Falls du dir nicht sicher bist, ob/wie du gendern möchtest: Ich persönlich halte es in der Regel nicht mehr für zeitgemäß, bei Sachbüchern oder Ratgebern ausschließlich die maskuline Form zu nutzen. Nicht nur die Buchbranche ist weiblich geprägt. Als Büchermenschen haben wir auch das Ziel, möglichst alle Leser:innen direkt anzusprechen. Trotzdem halte ich einen pragmatischen und unideologischen Umgang mit dem Gendern für zukunftsweisend. Bewährt haben sich aus meiner Sicht diese Spielarten des Genderns:

  • Formen wie das Gendersternchen (Leser*innen) oder der Gender-Doppelpunkt (Leser:innen) haben den Vorteil, dass sie unkompliziert alle nennen, ohne künstliche Umschreibungen zu suchen oder den Text stark aufzublähen.
  • Auch die Verwendung von hauptsächlich neutralen Formen (z. B.: »pädagogische Fachkräfte« statt »Erzieher«; »Ansprechperson« statt »Ansprechpartner«) in Verbindung mit der Doppelform (»Leser und Leserinnen«) kann eine elegante Lösung für dein Manuskript sein. In Ausnahmefällen ist es zudem sinnvoll, die maskuline und feminie Form abzuwechseln (z. B. »Kinder haben die Zukunft noch vor sich: Sie können Feuerwehrmann oder Lehrerin werden, Pilot oder Müllfrau, Altenpfleger oder Ärztin.«).

Über die Verwerfungen und Chancen, die KI mit sich bringt, lässt sich lange diskutieren. Was aber unbestritten ist: Wir brauchen einen verantwortungsvollen Umgang damit. Für das Lektorat betrifft das insbesondere zwei Fragen:

1. Lektorierst du mein Manuskript auch, wenn mich ChatGPT, Claude oder ein anderes LLM beim Schreiben unterstützt haben?

Selbstverständlich. Nicht jede Person wird als Wortakrobat:in geboren. Und selbst die, die es sind, freuen sich ab und zu, einen Assistenzen nutzen zu können, der

  • sie inspiriert,
  • die eigenen Gedanken sortiert,
  • bei der Recherche unterstützt,
  • den ersten Entwurf von groben Patzern befreit oder
  • ihnen schlicht etwas Zeit spart.

Wenn KI allerdings nicht nur assistiert, sondern die Regie übernimmt, ist ein Lektorat erfahrungsgemäß schwierig. Denn dann fehlt dem Manuskript nicht nur eine eigene Stimme, sondern Leser:innen können auch an keine echten Erfahrungen anknüpfen. Falls du KI in größerem Maße eingesetzt hast, bitte ich dich deshalb, mir das im Vorfeld mitzuteilen. So kann ich einschätzen, wie ich dich am besten unterstützen kann.

2. Setzt du beim Lektorat KI ein?

Ich setze keine automatisierten KI-Tools ein, um deinen Text zu prüfen oder zu überarbeiten. Jedes Wort lese ich selbst, jeden Änderungsvorschlag schreibe ich selbst und prüfe ihn im zweiten Durchgang selbst. Um das für dich bestmögliche Ergebnis zu liefern, setze ich allerdings bei der Recherche für ein Manuskript mitunter KI ein und lasse mich in Einzelfällen von Formulierungen der KI inspirieren. Selbstverständlich prüfe und überarbeite ich alle KI-Vorschläge.

Zu keinem Zeitpunkt wird dein Manuskript zu Trainingszwecken genutzt. Urheberrecht und DSGVO werden stets beachtet.

Beim Umgang mit KI folge ich den Leitlinien des Verbands der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL). Falls dir wichtig ist, dass ich beim Lektorat ganz ohne KI arbeite, lass es mich vor dem Auftrag wissen. Dann komme ich deinem Wunsch gern nach.

verschiedene Holzplättchen mit Buchstaben und einem Fragezeichen liegen durcheinander nebeneinander und übereinender

Muss ich vor dem Veröffentlichen ein Korrektorat beauftragen oder ist das im Lektorat enthalten?

Beim Lektorat mache ich mindestens zwei Durchgänge und korrigiere selbstverständlich Kommata, Rechtschreibung, Grammatik und sonstige Zeichenfehler mit. Allerdings werden nicht nur Autor:innen, sondern auch Lektor:innen regelmäßig von einer ärgerlichen Krankheit namens Betriebsblindheit heimgesucht. Je intensiver das Lektorat ausfällt, desto eher schleichen sich Fehler ein.

Da auch zwei Durchgänge keine Fehlerfreiheit garantieren, empfehle ich dir darum, das finale Manuskript noch einmal von einer Person mit frischem Blick Korrektur lesen zu lassen. Besonders beim Auflagendruck rate ich stark zu einem finalen Korrektorat durch eine Kollegin oder einen Kollegen von mir.

Kannst du mir beim Buchtitel helfen und den Klappentext für mich schreiben? Oder mir beim Exposé helfen?

Klar. Ein paar spontane Vorschläge für den Titel und ein Korrektorat für den Klappentext schenke ich dir, wenn du ein Lektorat bei mir beauftragst. Auch beim Exposé unterstütze ich dich gern. Frag einfach nach einem individuellen Angebot. Kleinere Aufträge rechne ich pro Stunde ab (ab 55 € pro Stunde zzgl. MwSt.) oder über einen Pauschalpreis.

Kann ich dich beauftragen, mein Manuskript für das E-Book oder Printbuch zu formatieren?

Ich bin keine Grafikerin. Insbesondere bei Ratgebern, bebilderten Kinderbüchern und Sachbüchern empfehle ich dir darum, zum Profi zu gehen. Wenn du allerdings eine günstige Möglichkeit suchst, deinen Roman oder deine Autobiografie über MS Word in eine ansprechende Form zu bringen, dann frag mich gern. Besonders wenn ich bereits dein Manuskript lektoriert habe, freue ich mich, das für dich zu übernehmen.

Machst du auch das Cover für mich?

Nein, leider nicht. Ich biete nur Dienstleistungen rund um Text an. Wenn du magst, kannst du es mir aber zur finalen Korrektur schicken oder nach meiner Meinung fragen. 😊

Übernimmst du Aufträge zum Ghostwriting?

Ich biete auf Wunsch ein sehr ausführliches Lektorat an, in dem ich Vorschläge zur (neuen) Strukturierung mache, das Manuskript ergänze oder vertiefe. Allerdings arbeite ich immer mit dem vorhandenen Text als Grundlage. Ein klassisches Ghostwriting biete ich darum nicht an.

Was genau enthält ein Gutachten zu meinem Roman?

Jedes Gutachten fällt in Aufbau und Länge etwas anders aus: Je nachdem, wo die größten Baustellen liegen und das meiste Potenzial im Manuskript aufblitzt. Beim Schwerpunkt richte ich mich natürlich gern nach deinen individuellen Fragen.

Bei jedem Gutachten findest du eine Analyse zu:

  • Titel und Zielgruppe (ohne umfassende Marktanalyse)
  • Prämisse & Setting
  • Plot & Struktur
  • Figuren
  • Stil/Perspektive (inkl. Dialoge)
  • Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik

Dabei füge ich dir immer wieder konkrete Beispiele aus deinem Manuskript ein, damit du alle Punkte nachvollziehen kannst. Zusätzlich gebe ich dir bei jedem Gutachten Tipps, wie du dein Manuskript verbessern und weiter vorgehen kannst. Sind nach dem Gutachten noch Fragen offen? Dann können wir auch gern telefonieren.

Wie kannst du mir bei der Suche nach einem Verlag helfen?

Kann ich dir mal in Freiburg bei einem Kaffee von meinem Buchprojekt erzählen?

Duzen oder siezen?

Dabei richte ich mich gern nach dir – oder Ihnen. 😊 Viel wichtiger als die Anrede ist für mich eine Kommunikation auf Augenhöhe und die gemeinsame Freude daran, Ihre/deine Worte in die Welt zu tragen.

Glühbirne auf hellem Hintergrund mit leuchtendem Draht

Und wenn ich sonst noch Fragen habe?

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