Word für Selfpublisher:innen: dein Taschenbuch selbst formatieren

Feinschliff zum Schluss: Feintypografie

Zum Schluss empfehle ich dir, mit Ruhe noch einmal durch das gesamte Manuskript zu scrollen und auf Hurenkinder/Waisen, Schusterjungen, Fliegenschisse oder Gassen/Gießbäche zu achten. Das heißt:

  • Wo befindet sich eine Zeile einzeln am Anfang (Hurenkind/Waise) oder Ende der Seite (Schusterjunge)?
  • Steht wegen der Silbentrennung ein einzelne Silbe in der letzten Zeile des Absatzes (Fliegenschiss)?
  • Gibt es wegen des Blocksatzes und ungünstiger Silbentrennung größere oder stark variierende Wortabstände (Löcher)?
  • Liegen Wortabstände über mehrere Zeilen direkt übereinander, sodass eine Gasse entsteht (Gießbach)?
  • Wann hat die automatische Silbentrennung falsch oder missverständlich getrennt (z. B. Blumento-pferde)?
  • Wo werden Listen, Kästen und andere grafische Elemente un glücklich auseinandergerissen?
  • Wo fehlen geschützte Leerzeichen (d. h., u. a., z. B. …)?

Viele dieser Probleme löst du mit einem weichen Trennstrich ([Strg] + [Alt] + [-]), du kannst die Laufweite manuell anpassen (Start > Schriftart > Erweitert) oder notfalls mit Abständen vor und nach Absätzen oder Überschriften spielen.

Registerhaltigkeit: Text auf Linie bringen

Durch Überschriften und Abstände kann es vorkommen, dass die Zeilen der linken und rechten Seite nicht parallel liegen. Dadurch wirken die Doppelseiten nicht mehr harmonisch und bei dünnerem Papier scheint der Text auf der Rückseite zwischen den Zeilen durch. Um das zu verhindern, solltest du in Word mit dem Raster arbeiten (Layout > Ausrichten > Rastereinstellungen) und Abstände gegebenenfalls sanft anpassen. Eine genaue Anleitung dazu findest du hier.

Veröffentlicht von Caroline Baumer

Als freie Lektorin unterstütze ich dich dabei, deinen Traum vom eigenen Buch wahr zu machen.

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