Seite einrichten: Format und Layout festlegen
- Das passende Format für dein Taschenbuch
- Gegenüberliegende Seiten
- Ränder in Word für dein Taschenbuch festlegen
Das passende Format für dein Taschenbuch
Nun geht’s ans Eingemachte bei der Anleitung, dein Buch selbst zu formatieren. Zunächst wählst du ein Format für dein Taschenbuch, das deine Selfpublishing-Plattform oder Druckerei anbietet. Klassische Formate für das Taschenbuch sind beispielsweise 12 × 19 cm oder 12,5 × 19 cm, aber auch größere Formate sind heutzutage üblich. Denk bei deiner Entscheidung vor allem an deine Leser:innen: Hast du den nächsten Harry Potter geschrieben, bietet sich ein etwas größeres Format an, damit man darin komfortabel blättern kann. Ein Taschenbuch mit einem kurzen Lesevergnügen von 100 Seiten läuft hingegen Gefahr, weniger hochwertig zu wirken. Hier kannst du ein kleineres Format wählen. Aber natürlich solltest du als Selfpublisher:in immer auch die Kalkulation im Blick behalten.
Und so geht’s: Layout > Seite einrichten > Papier > Breite/Höhe eingeben

Vorsicht: Selfpublishing-Plattformen und Druckbertriebe geben eine Mindest- und Höchstanzahl von Seiten für Taschenbücher vor.
Gegenüberliegende Seiten
Dein Buch solltest du als Selfpublisher:in in Word immer direkt als Doppelseiten layouten, sodass die Innenränder und Außenränder auf jeder Seite gleich ausfallen und ein harmonisches Gesamtbild entsteht.
Und so geht’s: Layout > Seite einrichten > Seitenränder > Gegenüberliegende Seiten

Vorsicht: Übernimm die Layout-Einstellungen immer für das gesamte Dokument und nicht nur für einen Abschnitt.
Ränder in Word für dein Taschenbuch festlegen
Zum Schluss braucht es noch die passenden Ränder (sog. Stege). Diese kannst du am Ende noch einmal anpassen, wenn die Titelei und der Fließtext ganz steht. Aber um einen Eindruck zu bekommen, wie der Satzspiegel wirkt, empfehle ich, bereits jetzt realistische Werte festzulegen.
Und so geht’s:
- Layout > Seite einrichten > Seitenränder > Werte für oben/unten/innen/außen festlegen
- Der Bundsteg bleibt bei 0 cm.
Wie breit sollten die Ränder im Taschenbuch sein?
Strikte Regeln, wie breit die Ränder (bzw. Stege) ausfallen sollten, gibt es nicht. Das hängt vom Format, von der Seitenzahl und auch vom generellen Layout ab. Je schmaler die Ränder, desto gedrängter wirkt der Text, aber desto günstiger wird auch die Herstellung. Um ein Gefühl für die Abstände zu bekommen, empfehle ich dir, einfach mal an dein Bücherregal zu gehen und ein paar Taschenbücher herauszuziehen. Nun suchst du eines, das ein ähnliches Format wie dein zukünftiges Buch hat und dir optisch gefällt. Ein Lineal aus der Schublade geholt und – voilà – schon hast du Werte, mit denen du starten kannst.

Auch wenn Geschmäcker verschieden sind und jedes Buch anders ist, hier ein paar Faustregeln, mit welchen Werten du beim Satzspiegel oft gut liegst, wenn du dein Taschenbuch selbst formatierst:
- Verhältnis der vier Ränder (= Stege): In der Regel wählt man den Rand von schmal nach breit in dieser Reihenfolge: innen, oben, außen, unten. Ästhetisch wirkt z. B. das Verhältnis 2:3:4:5. Da so am Ende sehr breite Ränder entstehen, bildet diese Verhältnis heute allerdings eher die Ausnahme.
- Innenrand (= Innensteg/Bundsteg): Der Innensteg ist in der Regel der schmalste der vier Ränder. Oft liegst du hier beim Taschenbuch um die 1,5 cm gut. Sehr viel schmaler sollte der Innenrand nicht werden, da sonst der Buchfalz, d. h. die gewölbte Mitte, in der beide Seiten aufeinandertreffen, deinen Text schluckt. Wie viel Auswirkung der Falz hat, hängt von der Bindung, der Papierdicke und der Seitenzahl ab. Je enger das Buch gebunden ist, je mehr Seiten es hat und je dicker das Papier, desto größer sollte der Innenrand sein. Deshalb lohnt sich auf jeden Fall ein Probedruck.
Gleichzeitig solltest du auch vorsichtig sein, den Wert wesentlich größer zu wählen. Denn optisch verdoppelt sich der Leerraum der beiden Innenränder, da sie nebeneinanderliegen. Letztlich hilft darum nur ein Probedruck. - Rand oben (Kopfsteg): Der Rand oben sollte etwas breiter als der Innenrand ausfallen, z. B. 1,8 cm. Besonders wenn du eine Kopfzeile nutzt, in der der Titel des Kapitels steht, darf er nicht zu gedrängt wirken. Er kann darum auch größer ausfallen.
- Außenrand (= Außensteg): Hier sollte man möglichst einen Daumen bequem ablegen können. So stellst du sicher, dass beim Lesen kein Text verdeckt wird. Aus diesem Grund ist er in der Regel etwas breiter als der Rand oben, z. B. 2 cm.
- Rand unten (Fußsteg): Der größte Rand gehört nach unten, denn hier stehen in der Regel die Seitenzahlen. Er ist z. B. 2,3 cm breit.
Bevor du dich endgültig entscheidest, wie breit du die Ränder für dein Taschenbuch gestaltest, kann es hilfreich sein, sich zwei oder drei Doppelseiten auszudrucken und mit Schere und Klebeband ein paar mögliche Doppelseiten zu basteln. Zusätzlich ist ein Probedruck deines Buches Pflicht. Print-on-Demand-Anbieter wie Amazons KDP, BoD oder tredition, aber auch Druckereien bieten Probeexemplare in der Regel unkompliziert an.